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Fichtenharzsalbe (Pechsalbe) herstellen
#1
Für eine einfache Salbe benötigt ihr:

100ml Öl, z.B. Olivenöl
  40g   Harz (schonend geerntet!)
    8g   Bienenwachs


   
Ein altes größeres Glas in einen Topf mit heißem Wasser stellen, Harz hineingeben und mit dem Öl auffüllen. Solange im Wasserbad belassen, bis das Harz geschmolzen ist, das kann schon mal 2-3 Stunden dauern.
Durch einen Filter (z.B. ein altes Leinentuch oder eine Mullwindel) geben und in einem weiteren alten Glas auffangen. Dieses nun ins Wasserbad stellen, Bienenwachs dazugeben und rühren bis alles geschmolzen ist. Eine Probe auf Festigkeit der Konsistenz könnt ihr machen, indem ihr mithilfe eines Löffels etwas Öl entnehmt und auf einen Teller tropfen lasst. Nun wartet ihr etwas und überprüft, ob die Salbe für euch fest genug wird. Wenn nicht, dann könnt ihr noch soviel Bienenwachs dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Danach in Tiegel abfüllen und nach dem Erkalten schließen.

Variationen

Möchtet ihr die Salbe etwas geschmeidiger haben, könnt ihr noch ca 10-15g Lanolin dazugeben.
Soll sie als Zugsalbe genutzt werden, nehmt mehr Harz.


Auch mit ätherischen Ölen, die man erst kurz vorm Abfüllen dazugibt, kann man herrlich duftende und pflegende Salben herstellen, wobei das Fichtenharz selbst auch schon allein gut duftet.
Ich gebe gerne äth. Weihrauchöl dazu, da es die gleichen Eigenschaften wie unser Baumharz hat. Äth. Lavendelöl ist sehr hautfreundlich und wundheilend.
Äth. Teebaumöl wirkt zusätzlich antiviral.
Da sind euch allerdings keine Grenzen gesetzt.
Bittet beachtet jedoch, dass ihr maximal auf 100ml Öl 20-30 Tropfen gebt.

Anwendung und Haltbarkeit

Ihr könnt die Pechsalbe auf (Schürf-)Wunden und Hautirritationen auftragen. Auch bei Gelenkbeschwerden und Gicht kann sie Abhilfe schaffen. Als Zugsalbe, bei Blutergüssen, Abzessen und Splittern in der Haut hat sie sich bereits gut bewährt. Auch bei Herpes zu empfehlen. Ebenso zur Einreibung bei Erkältungskrankheiten kann sie von Nutzen sein. Hier könnte man, vor dem Abfüllen ätherische Öle von Eukalyptus und Minze hinzufügen. Bitte beachtet, dass Eukalyptus und Minze für Kleinkinder nicht geeignet sind, da sich u.U. bei Einatmung die Lunge verkrampfen kann und so zu einem sogenannten Bronchospasmus führt. Also lieber erst bei älteren Kindern und Erwachsenen anwenden.

Die Haltbarkeit bei richtiger Lagerung (kühl und dunkel) und Anwendung (Entnahme bevorzugt mit einem sauberen Spatel) beträgt ca 1 Jahr. 
Vorausgesetzt ist hier natürlich auch die saubere Herstellung. Ich desinfiziere vorher immer alles mit Alkohol.

Solltet ihr Fragen haben, immer her damit. Ansonsten viel Spaß beim Salben herstellen.


LG, Stiny
Wenn die Menschen das "Unkraut" nicht nur ausreißen, sondern einfach aufessen würden, wären sie es nicht nur los, sondern würden auch noch gesund
(Johann Künzle)
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